Technologienetz Trockenbearbeitung gegründet

Technologienetz Trockenbearbeitung gegründet

Um kleinen und mittelständischen Unternehmen gezielte Informationen zu dem sehr aktuellen Thema „Trockenbearbeitung “ bereitzustellen und Betriebe bei der Einführung der verschiedenen spanenden Verfahren zu unterstützen, wurde kürzlich das „Technologienetz Trockenbearbeitung“ gegründet. Am Technologienetz sind die folgenden Institutionen beteiligt:

  • Verein Deutscher Werkzeugmaschinen (VDW)
  • Fachverband Präzisionswerkzeuge im VDMA
  • Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebstechnik der Universität
  • Karlsruhe (wbk)
  • Institut für Spanende Fertigung der Universität Dortmund (ISF)
  • Laboratorium für Werkzeugmaschinen und Betriebslehre der RWTH
  • Aachen (WZL)
  • Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung, Schmalkalden (GFE)

 
Laut VDI-Nachrichten vom 23.06.2000 sieht das Technologienetz seine Aufgaben in den folgenden Bereichen:

  •  Informationsverbreitung,
  • Durchführung kostenloser Beratungen in kleinen und mittelständischen Unternehmen,
  • Vermittlung von Kontakten zu Herstellern und Pilotanwendern,
  • Anbieten von Einzelfalllösungen bei spezifischen Problemstellungen.

 

Die größere Sensibilität der Bevölkerung gegenüber der Belastung der Umwelt mit Schadstoffen, die unter anderem auch von Produktionsbetrieben verursacht werden, führte zu strengeren Auflagen seitens des Gesetzgebers. In der Folge stiegen insbesondere auch die Entsorgungskosten für Kühlschmierstoffe, die in der spanenden Fertigung eingesetzt werden. Die Kosten betragen hierbei bis zu 3000 DM pro Tonne. Im Jahre 1994 wurden in der Bundesrepublik Deutschland ca. 615000 Tonnen Kühlschmierstoffe in der Fertigung verwendet (D. Thamke, Möglichkeiten und Grenzen der Trockenbearbeitung).
Das Einsparungspotential, welches sich aufgrund dieser hohen Entsorgungskosten ergibt, gilt es mittels alternativer Verfahren zu nutzen. Arbeitsphysiologische Gründe sowie eine größere Umweltfreundlichkeit sprechen gleichfalls für die Einführung alternativer Verfahren.
Als Alternative zur traditionellen Naßbearbeitung bieten sich die Trockenbearbeitung und die Minimalmengenschmierung an. In den letzten Jahren wurden auf diesem Gebiet große Fortschritte erzielt und ein umfangreiches Wissen erarbeitet. Im „Technologienetz Trockenbearbeitung“ wird dieses Wissen gebündelt und den Unternehmen zur Verfügung gestellt. Die Web-Site des Technologienetzes, die zur Zeit noch im Aufbau ist, dient der ersten Orientierung, der Suche nach Informationen sowie dem Aufbau von Kontakten zu geeigneten Ansprechpartnern. Laut Herrn Bell, Mitarbeiter des VDW und Ansprechpartner für das Technologienetz, wird die Web-Site in schätzungsweise einem Monat (Anfang August 2000) verfügbar sein. Für Fragen steht Herr Bell unter der Anschrift:

Torsten Bell
c/o Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW)
Corneliusstr. 4
D-60325 Frankfurt am Main

Tel.: +49 (0) 69 / 75 60 81-15
Fax: +49 (0) 69 / 75 60 81-11
E-Mail: t.bell@vdw.de

 

zur Verfügung.
Der Entwicklungsstand und die Tauglichkeit der verschiedenen spanenden Trocken-Verfahren für die Fertigung sind unterschiedlich. Dies ist dadurch begründet, daß der Kühlschmierstoff im Fertigungsprozeß mehrere Aufgaben zu erfüllen hat. Diese bestehen unter anderem darin, die thermische Belastung der Werkzeuge zu mindern, den Verschleiß der Werkzeuge durch Abrasion zu reduzieren, indem der Kühlschmierstoff eine reibungsreduzierende Zwischenschicht bildet, und Wärmeausdehnungen durch Wärmeabführung zu vermindern, so daß Toleranzen eingehalten werden können. Weiterhin sorgt der Kühlschmierstoff, insbesondere beim Bohren, für den Abtransport der Späne.
An die Werkstoffe der Werkzeuge für die Trockenbearbeitung werden daher besondere Anforderungen gestellt. Konstruktive Neuentwicklungen der Werkzeuge sind erforderlich. Als Alternative zur Trockenbearbeitung wird die Minimalmengenkühlschmierung gesehen, die einen Kompromiß darstellt, wenn ein Verfahren ein Minimum an Schmierung benötigt. Weiterhin taucht häufig noch der Begriff der Mindermengenkühlschmierung auf.
Von Minimalmengenkühlschmierung spricht man, wenn der Kühlschmierstoffeinsatz unter 50 ml/h liegt. Bei der Mindermengenkühlschmierung liegt der Kühlschmierstoffeinsatz in dem Bereich von 50 ml/h bis ca. 2 l/h (aus: Rolf Lamers, „Aufbringen von KSS mittels Minimalmengen-Kühlschmierung (MMKS)“).
Weitere Informationen rund um die Minimalmengenkühlschmierung finden Sie auf den Seiten:
http://www.mmks.de/

Energieeinsparverordnung 2002

Seit 01.02.2002 gilt die Energieeinsparverordnung. Die Wärmeschutz- und Heizanlagenverordnung sind außer Kraft und wurden in der Energieeinsparverordnung zusammengefasst.

Mitgliedsbetriebe erhalten detailliertere Informationen über die Geschäftsstelle des Fachverbandes (Tel. 0671/9213295).

Inhaltsbereich

Leerer Bereich. Bearbeiten Sie die Seite und fügen Sie Inhaltselemente hinzu.